Die EU sollte die der Population der Lager von
Tindouf zugedachten Hilfen kontrollieren, um den Hinterziehungen im Wege zu
stehen (Euroabgeordneter)

Hugues Bayet, Euroabgeordneter, hat unterstrichen, dass
die Europäische Union (EU) eine Kontrolle der Hilfen auszuüben hat, die den
sequestrierten Sahraouis in den Lagern von Tindouf zugedacht sind, um jeglichem
Versuch der Hinterziehung im Wege zu stehen und sich davon zu vergewissern,
dass diese Hilfen an die Personen gelangen, die es nötig haben.
In einem Gespräch mit der MAP ließ der Euroabgeordnete
beobachten, dass „die EU alle Hilfen kontrolliert, die sie gewährt, sich um
europäische strukturelle Fonds oder um Agrarhilfen handelnd. Dies ist ein
Prinzip der Justiz und der Demokratie“, daran erinnernd, dass die Hinterziehung
der europäischen humanitären Hilfe für die Sequestrierten von Tindouf in
Algerien vom Europäischen Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) entlarvt wurde.
„Die europäische Hilfe sollte an die Personen gelangen,
die geschwächt sind, an die Jenigen, die es wirklich nötig haben“, bestand Herr
Bayet darauf, hinzufügend, erneut die europäische Kommission diesbezüglich
interpelliert zu haben.
Er hat angegeben, die Kommission auch mit der
Notwendigkeit befasst zu haben, auf eine Zählung der Population der Lager von
Tindouf zu verfahren, um das Volumen dieser Hilfen zu evaluieren und jegliche
Überschätzung zu vermeiden.
„Diese Zählung ist unumgänglich. Man sollte genau wissen,
wie viele Personen diese Hilfen benötigen“, hat er darauf bestanden.
Der Bericht des OLAF betont in der Tat, dass diverse
Quantitäten der seitens der Europäischen Kommission finanzierten Beihilfe seit
Jahren hinterzogen werden. Dieses Dokument präzisiert, dass die Umverteilung
der Nahrungshilfe auf der Grundlage verfälschter Zahlen durchgeführt wurde und
dass eine Zählung der Population nie stattfand.
Neben dem Bericht des OLAF wurde die Frage der
Hinterziehung der humanitären Hilfe seitens der Polisario von unzähligen internationalen
Organisationen angeprangert, die beschlossen haben, ihre Hilfe in den Lagern
von Tindouf zu unterbrechen beziehungsweise sie definitiv zu beenden. Der
Euroabgeordnete hat andererseits „die Dringlichkeit betont, eine Lösung für den
Konflikt der Sahara zu finden, der zu sehr angedauert hat“, hinzufügend, dass „der Status Quo die
Situation in der Region nur verschlimmert“.
Er hat daran erinnert, dass die internationale
Gemeinschaft die Organisation „eines Referendums der Selbstbestimmung“
ausgeschlossen hat, das als unrealistisch und obsolete qualifiziert wurde.
„Man spricht von Selbstbestimmung und was ist
Selbstbestimmung. In Bezug auf wen und in Bezug auf was“, ließ er bemerken. „Bevor
man von Selbstbestimmung spricht, sollte man wissen, von wem man schon spricht.
Wie definiert man einen Sahraoui. Ist er ein Nomade. Ist er Jemand, der zu einem Territorium gehört. Man kann Sahraouis in den USA, in Kanada, in
Mauretanien … finden“, notierte er.
Der Euroabgeordnete hat überdies die Hauptrolle
unterstrichen, die Marokko im antiterroristischen Kampf einnimmt.
„Marokko ist die Säule Europas in Afrika“, sagte er,
hinzufügend, dass die Europäische Union nicht allein isoliert in der Welt
arbeiten kann.
Er hat präzisiert, dass die EU ihre Kollaboration mit dem
Königreich verstärkt hat, im Besonderen im Bereich der Bekämpfung des
Terrorismus, eine noch relevantere Kollaboration, sagte er, „da Marokko ein
demokratischer Staat ist, der dank Institutionen funktioniert und womit Europa seit
langem Beziehungen unterhält’’.
Marokko, fuhr er fort, ist auch „ein richtiger Alliierter“
der EU, wenn es um die Bewirtschaftung der Migrationswellen geht,
unterstreichend, dass das Königreich seit Jahren seine Engagements gegenüber
der Europäischen Union einlöst.
„Man sollte die Beziehungen zwischen Marokko und der EU
wiederbeleben und weiterhin mit dem Königreich im Bereich der Sicherheit, der
Terrorismusbekämpfung sowie im Agrarbereich und generell im wirtschaftlichen
Bereich kollaborieren“, fügte er abschließend hinzu.
Quellen:
http://www.corcas.com
http://www.sahara-online.net
http://www.sahara-culture.com
http://www.sahara-villes.com
http://www.sahara-developpement.com
http://www.sahara-social.com